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Das Pitztal mit den vier Gemeinden Arzl, Wenns, Jerzens und St. Leonhard ist ein etwa 40 km langes, südliches Seitental des Inntals, das bei Imst abzweigt.
Der Name Pitztal leitet sich wahrscheinlich von lat. "putens" ab, was soviel wie "Brunnen" oder "Grube" bedeutet.
Verglichen mit touristischen Hochburgen wie dem Ötztal oder Paznauntal ist das Pitztal eine Ruheoase.
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Überall findet man noch alte Häuser, einsame Spazierwege und Ausblicke, die still und atemberaubend gleichzeitig sind.
Wer die Lautlosigkeit der Berge mit modernem Urlaubskomfort verbinden will, ist hier richtig. |  |
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KURZ-GESCHICHTE PITZTAL |  |
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Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Name als "Puzzental" 1265 in der Starkenberger Urkunde, die älteste deutsch geschriebene Urkunde auf Tiroler Boden.
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Entscheidend besiedelt wurde das Tal ab etwa 600 durch die Bajuwaren und die Alemannen, die sich mit der ansässigen Bevölkerung vermischten.
Seit dem Ende des 6. Jahrhunderts stand das Pitztal unter der Herrschaft des Herzogtums Bayern, im 9. Jahrhundert kam es zum Fränkischen und dann zum Römisch-Deutschen Kaiserreich. 1363 kam das Pitztal zu den Habsburgern. |  |
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Bis zum 14. Jahrhundert gründeten die Feudalherren in höheren Lagen, in denen nur Viehwirtschaft möglich war, Schwaighöfe.
Der Zins wurde dabei in Naturalien abgeliefert. Später wurden die Höfe zu Almhütten umgewandelt. |  |
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Die im Tal übliche Erbteilung, bei der jedes Kind einen Erbteil vom Hof erhielt, zersplitterte die Höfe derart, dass sie die meist kinderreichen Familien nicht mehr ernähren konnten.
Daher mussten sich die Pitztaler im 17. Jahrhundert in Nebenbeschäftigungen einen Verdienst suchen.
Im 19. Jahrhundert verdingten sich viele als Saisonarbeiter im Ausland, darunter auch die so genannten Schwabenkinder. |  |
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Der im 19. Jahrhundert einsetzende Alpintourismus brachte einen wichtigen Nebenerwerb als Träger, Bergführer und Hüttenwirte der damals neu errichteten Schutzhütten des Alpenvereins.
1933 erließ die deutsche Reichsregierung die Tausend-Mark-Sperre, die Touristen blieben aus.
Nach der Besetzung Österreichs 1938 besserte sich die wirtschaftliche Lage allmählich, doch dann brach der Zweite Weltkrieg aus. |  |
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Nach dem Krieg entwickelte sich der Tourismus und der damit zusammenhängende Wohlstand im Pitztal nur langsam.
Erst durch den Bau der Pitztaler Gletscherbahn konnten sich die wirtschaftlichen Verhältnisse im Tal bessern.
Dies führte auch zu einer deutlich sichtbaren Veränderung der bäuerlichen Kulturlandschaft, sichert aber die Existenz der Bevölkerung und verhindert die Abwanderung. |  |
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EINE KLEINE AUSWAHL AN SEHENSWÜRDIGKEITEN UND AKTIVITÄTEN IM PITZTAL |  |
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BENNI-RAICH-BRÜCKE
Die ehemalige Pitzenklammbrücke verbindet in einer Höhe von 94 Meter die Gemeinde Arzl mit dem Ortsteil Wald.
Benannt wurde sie nach dem Schi-Doppel-Olympiasieger Benjamin Raich, der aus Arzl stammt.
Seit 1997 wird die Brücke als Bungee-Brücke benützt. |  |
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ERDPYRAMIDEN
Die geologisch bemerkenswerten Gebilde befinden sich im Ortsteil Wald.
Sie entstanden durch Auswaschung und Abwitterung: die abgelagerten Steine drücken auf die gepresste, lehmige Erde, die sich zu meterhohen Naturskulpturen auftürmt. |  |
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GETREIDEMÜHLE
Die Mühle aus dem 18. Jahrhundert wurde durch eine engagierte Mühlen-Interessensgemeinschaft aus dem Dornröschenschlaf geholt.
Sie liegt im Weiler Ried und gilt als technisches Denkmal der jahrhundertelang betriebenen Getreidevermahlung in den alpinen Regionen.
Auf Anfrage kann die Mühle besichtigt werden. |  |
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KAPELLE DES WEISSEN LICHTS
Am Pitztaler Gletscher steht seit dem Jahr 2000 die "Kapelle des weißen Lichtes". Der in Mailand lebende Künstler Rudi Walch verwirklichte hier einen Baukörper als Skulptur, der einzigartig im Alpenraum ist. Bis zu 8,50 Meter ragt dieses Kunstwerk in die Gletscherwelt des Pitztales und lädt Skifahrer und Ausflugsgäste zu einer besinnlichen Einkehr im Hochgebirge ein. Der Altar wiegt allein 975 kg und erscheint durch die Spezialfenster in unterschiedlichen Lichtnuancen. Das mächtige Türportal aus Titan verleiht diesem künstlerischen Gesamtobjekt zusätzliche Bedeutung. |  |
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RIFFLSEE
Der Rifflsee wird schon um 1500 im Fischereibuch Kaiser Maximilians als "Wildseele hinten im Pitztal" erwähnt, der große Kartograph Peter Anich (1723-1766) benennt ihn mit dem Namen Riffl. Den größten See in den Ötztaler Alpen kann man in etwa zweistündiger Gehzeit von Mandarfen oder mit der Rifflseebahn erreichen. Der See selbst ist ein typischer Moränen-Stausee, der eine ausgedehnte Talmulde mit seinem grünen, gletschertrüben Wasser füllt. Über dem Ufer erheben sich eindrucksvoll die südlichsten Gipfel des Kaunergrats. |  |
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PITZTALER GLETSCHERWELT
Im Sommer wie im Winter darf ein Innerpitztaler Ausflugstag nicht fehlen. Im Sommer locken Spaziergänge zu herrlichen Aussichtsplätzen, Wanderungen hinab in das Tal oder zur Braunschweiger Hütte und die zünftige Jause mit Blick auf die Wildspitze. Im Winter zieht es Schifahrer und Snowboarder auf 3.440 Meter. Damit ist der Pitztaler Gletscher Österreichs höchst gelegenes Gletscherschigebiet ! |  |
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PITZTALER WASSERWELTEN
Zentrum der Wasserwelt ist die Kneippanlage mit dem Hand-, Fuß- und Tretbecken, wo das kühle Nass prickelnd frisch Beine und Arme umspül. Wasserratten können sich am angrenzenden Badesee austoben. Die Kulisse wird vom Blick auf die Wildspitze eingerahmt. Im Hintergrund stürzt einer der mächtigsten Wasserfälle des Pitztals, der Klockelefall, über die Felsvorsprünge und erstrahlt farbenfroh im Sonnenlicht. Spektakulär sieht er in den Abendstunden aus - bei Einbruch der Dunkelheit wird der Wasserfall mit 14 speziellen Lampen angestrahlt. Dadurch erhält der Wasserfall ein fast schon mystisches Dasein. |  |
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